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mobile streaming mit ViiF (2)

[Trigami-Review]

Hier kommt jetzt wieder was über ViiF. Ich hatte über die Bedeutung des Namens gerätselt, eine geheime Quelle flüsterte mir zu, das ViiF angeblich für „Video to Friends“ stehen soll. Wie man daraus das Akronym ViiF ableitet, ist mir vollkommen schleierhaft, aber ich nehm das mal so hin.

ViiFNochmal zur Erinnerung: ViiF ist Video-Streaming fürs Handy. Der Witz: Das ganze läuft über UMTS-Bildtelefonie, das können fast alle UMTS-Handys von Haus aus. Man braucht aber keinen Datentarif beim Provider, muss keine Software installieren oder so. Für Videoanrufe gibt es eigene Tarife bei den Providern, das muss man selbst mal rausfinden, was das beim jeweiligen Vertrag so kostet. Ich kann das noch kostenlos nutzen, denn ich habe einen O2-Vertrag und da ist das frei, frei wie in Freibier.

Zuletzt hatte ich erzählt, dass man mit ViiF Videoinhalte anschauen kann. Heute geht es in die andere Richtung: Videos können direkt vom Handy aus aufgezeichnet und ins Netz gestreamt werden. Wie gesagt, das geht über Videotelefonie: Man ruft die Nummer 22557 an, wird von einem Menü begrüßt, das man mit den Zifferntasten bedienen kann, ziemlich easy. Einfach die „2“ für „Video aufnehmen“ klicken, dann geht es los und man kann fleißig in sein Handy quatschen. Das Ganze wird dann auf der ViiF-Seite gespeichert (ACHTUNG! Nicht sofort auflegen, erst die „0“ drücken und Video speichern!) und dort kann man sich dann ein Widget holen, das man zum Beispiel ins Blog einbinden kann. Das mach ich doch dann einfach mal:

Sorry, ViiF, dass ich schon wieder damit anfangen muss. Die Idee ist wirklich nett und das funktioniert alles ja auch gut, aber wer braucht denn Videos in dieser grottigen Qualität? Bild und Ton, beides eine Zumutung, das tut sich doch keiner freiwillig an! Wobei, vielleicht doch nicht so schlecht: Wenn man Promis auf ihrer Hochzeit heimlich filmt, dann braucht man sich um die Anonymisierung des Bildmaterials keine Gedanken mehr machen! Das gibt’s bei ViiF inklusive!Immerhin versuchen die ViiF-Leute, die Trends der Zeit zu nutzen, so gab es pünktlich zum Deutschlandstart von facebook auch eine ViiF-Facebook-Application. Die Kooperation mit ProSiebenSat1 ist sicher auch ein wichtiger Schritt zum Erfolg. Und das Barcamp-Sponsoring von ViiF find ich als Oft-Barcamper natürlich auch gut und wichtig.Aber was meint ihr? Macht das bei dieser Qualität Spaß oder gar Sinn? Mir nicht.

mobile streaming mit ViiF (1)

[Trigami-Review]

Hier kommt jetzt was über ViiF. Der Name ist echt dämlich. Ich habe danach gesucht, was ViiF bedeuten könnte, sorry, nix gefunden. Bedeutet aber bestimmt was.

ViiFViiF ist Video-Streaming fürs Handy. Der Witz: Das ganze läuft über UMTS-Bildtelefonie, das können fast alle UMTS-Handys von Haus aus. Man braucht keinen Datentarif, man hat keine Telefonkosten, für Videoanrufe gibt es eigene Tarife bei den Providern. Da steckt auch der Haken, aber dazu später mehr. Man ruft also einfach die 22557 an und dann geht es los: Ein ruckeliges, verpixeltes, mit Klötzchenfragmenten durchsetztes Bild erscheint, darauf ein Menu und eine Bildschirmanimateurin, die einem erzählt, was man so machen kann: Videos aufnehmen oder Videos angucken.

Mit letzterem haben wir also ein YouTube fürs Handy vor der Nase. Es gibt aktuelle News, irrelevanter Sport, Unterhaltungskladderadatsch wie Comedy Street und Wetter. Ach ja, und Specials. Das Programm ist nicht so der Bringer, aber ich könnte mir gut vorstellen, das regelmäßig in der S-Bahn zu nutzen, um mir die aktuellen Nachrichten reinzupfeifen. Die Sache hat aber dann doch einen Haken, und der ist so groß, dass man ein Schwein dran aufhängen kann: Die Bildqualität ist so unterirdisch hundsmiserabel, das geht echt gar nicht. Bei so einem Bild kann man auch gleich Radio hören. Der Ton ist auch mau, aber da kann man mit leben.

Die Idee ist echt innovativ und töfte und ich steh ja auf so einen Technikquatsch. Da mach ich immer gerne mit und zahl da auch gerne was drauf. Und das ist bei ViiF alles super einfach, Nummer wählen, die Nummerntasten klicken zur Auswahl und los geht das Video. Das kann jeder Hinterwäldler, wahrscheinlich könnte auch meine Oma das benutzen. Wie das funktioniert, ist ganz nett auf der ViiF-Seite erklärt. Aber das Bild, oh Mann. Das ist echt schade. Ich wollte eigentlich ein Video machen von Viif auf dem Handy, aber das war natürlich noch schlimmer. Wenn ich einen Hundehaufen fotografiere, seh ich ja auch keinen Goldschmuck auf dem Foto, klar.

Ich sach das mal so: Wenn die Bildqualität auch nur annähernd YouTube’sches Flash-Video-Niveau erreichen würde, dann wär ich enthusiastischer ViiF-Nutzer. Ist ne nette Idee, aber so geht das einfach nicht. Das ist kaum zu gebrauchen.

Es gibt aber auch noch was Tolles an ViiF: Das Ganze ist für O2-Kunden kostenlos. Keine Ahnung wie lange und warum, aber is so. Und das find ich natürlich wieder gut, ich bin O2-Kunde und deswegen spiel ich da jetzt doch noch mit rum. Mal schauen, wie lange, aber is ja umsonst ;)
(Vorsicht, Nicht-O2-Kunden: Für euch kann das ganz schön teuer werden, für T-Mobiler bis 0,58 € / Min. Soll aber bald billiger werden, sagt ViiF)

Jetzt fragt der geneigte Netznutzer: Wer soll das denn nutzen und wie verdienen die Geld? Ich sage: Wenn die Inhalte nur dämlich genug sind, dann werden die Klingeltonrunterlader auch das ViiF-Dingens fressen und wild ihre Rechnung volllaufen lassen. Daher mein Rat an die ViiF-Macher nach Berlin: Vergesst Nachrichten, vergesst Wetter. Streamt Skater, die sich den Arm brechen, sendet Betrunkene, die sich über die Hose kotzen und zeigt durchgeknallte, animierte Frösche, die mit dem Motorrad durch die Gegend knattern. Das regelt!