Was Berufstätige heute wollen: sicheren Job mit Möglichkeit zur Remote-Arbeit

Studie zu den veränderten Prioritäten in der Arbeitswelt durch Corona
 

people sitting in front of computer monitors


Zürich, 14. Oktober 2021 – Die Corona-Pandemie hat die Bedürfnisse von Arbeitnehmenden verändert. Besonders die Jobsicherheit hat an Wichtigkeit gewonnen. Zum eigentlichen K.o.-Kriterium entwickelte sich die Möglichkeit, flexibel zu arbeiten: Für fast die Hälfte der Arbeitnehmenden kommt ein Job ohne flexible Arbeitszeiten nicht mehr in Frage. Dass dabei die Prioritäten der Berufstätigen durch die Unternehmen nicht immer richtig eingeschätzt werden, zeigt eine aktuelle Studie der NEW WORK SE, die Arbeitnehmende sowie HR-Fachleute befragt hat. 
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Innofact hat die NEW WORK SE berufstätige Personen und HR-Fachleute in der Schweiz, Deutschland und Österreich zu den Veränderungen im Arbeitsmarkt durch die Corona-Pandemie befragt. Die wichtigsten Resultate:
Attraktive Arbeitgeber: Unternehmen unterschätzen Lohn, Jobsicherheit und Arbeitsatmosphäre
Was einen attraktiven Arbeitgeber ausmacht, hat sich im Zuge der Corona-Pandemie verändert. Neben Jobsicherheit und einem angemessenen Gehalt haben das Bedürfnis nach flexiblen Arbeitszeiten, einer ausgewogenen Work-Life-Balance und einer angenehmen Arbeitsatmosphäre bei den Arbeitnehmenden stark an Relevanz gewonnen. Dabei unterschätzen Unternehmen tendenziell, wie wichtig Lohn, Jobsicherheit und Arbeitsatmosphäre für ihre Attraktivität als Arbeitgeber tatsächlich sind. Alle drei Kriterien werden von Berufstätigen als wichtiger eingestuft, als von den befragten Personalfachleuten. Umgekehrt überschätzen HR-Experten, wie wichtig ein guter Ruf des Unternehmens sowie eine ausgewogene Work-Life-Balance für die Stellensuchenden sind.
Robert Bertschinger, als Geschäftsführer Schweiz verantwortlich für die Marken der NEW WORK SE: «Was ein Unternehmen als Arbeitgeber attraktiv macht, wird von Mitarbeitenden und HR-Fachleuten nicht immer gleich bewertet. Firmen, die sich solcher Differenzen bewusst werden, können gezielt Massnahmen einleiten, um ihre Attraktivität gegenüber Kandidat:innen zu steigern und sich so auf dem Arbeitsmarkt Vorteile verschaffen.»Flexibles Arbeiten als K.o.-Kriterium
Das Bedürfnis nach flexiblem Arbeiten hat sich im Zuge der Pandemie zum K.o.-Kriterium für die Stellensuche entwickelt. 45 Prozent der Befragten geben an, dass ein Job ohne flexible Arbeitszeiten für sie nicht in Frage kommt, selbst wenn die übrigen Faktoren stimmen. Über ein Viertel (29 Prozent) würde grundsätzlich nicht bei einem Unternehmen arbeiten wollen, das kein Homeoffice ermöglicht. Die Personalverantwortlichen sind sich dieser Ansprüche durchaus bewusst. 81 Prozent von ihnen glauben, dass es Unternehmen ohne flexible Arbeitszeiten in Zukunft schwer haben werden, Mitarbeitende für sich zu gewinnen. Wenn die Möglichkeit für Homeoffice fehlt, sehen 76 Prozent entsprechende Nachteile. 
Transparente Unternehmenskultur ist für die Wahl des Arbeitgebers zentral
Arbeitnehmende überlegen sich die Wahl ihres Arbeitgebers sehr genau. So gibt über die Hälfte der Befragten an, dass sie nicht für ein Unternehmen arbeiten würden, bei dem eine transparente Unternehmenskultur fehlt. Die Wichtigkeit einzelner Aspekte der Unternehmenskultur wird von Mitarbeitenden und Personalexperten zum Teil unterschiedlich bewertet. Berufstätige messen einer offenen Kommunikation zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden, Fairness und einem toleranten Umgang miteinander sowie Vertrauen in die Mitarbeitenden deutlich mehr Bedeutung zu als HR-Fachpersonen. Umgekehrt räumen Personalverantwortliche der Wertschätzung in Form von Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten sowie der Familienfreundlichkeit des Unternehmens einen höheren Stellenwert ein als Arbeitnehmende.
Bewerbungsgespräch über Zoom und Co.: Kandidat:innen sind weniger nervösMit der Corona-Pandemie haben sich auch die Personalsuche und der Bewerbungsprozess verändert. Die Mehrheit der Arbeitnehmenden (59 Prozent) findet, dass bei virtuellen Bewerbungsgesprächen der Fokus stärker auf den fachlichen Kompetenzen liegt als bei persönlichen Interviews. Für Kandidat:innen, die vor Bewerbungsgesprächen jeweils besonders angespannt sind, kann das Vorstellen per Video-Call eine Erleichterung sein. Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) sagt, dass sie bei einem digitalen Interview weniger nervös sind.
Viele Unternehmen setzen vermehrt auf die aktive Ansprache von Kandidat:innen. Diesen Trend stellen auch die Berufstätigen fest. Rund ein Drittel (35 Prozent) sagt, dass sie seit der Pandemie häufiger von Recruitern direkt angeschrieben werden. Von ihnen finden wiederum drei Viertel (74 Prozent) diese Entwicklung gut, wogegen sich ein Viertel (26 Prozent) an den häufigeren Kontaktaufnahmen stört.
Die Corona-Pandemie hat bestehende Trends im Recruiting in vielen Fällen zusätzlich befeuert. Mit den Angeboten von XING E-Recruiting, kununu, Prescreen und Honeypot bietet NEW WORK den Unternehmen in der Schweiz die passenden Lösungen, um diesen Trends Rechnung zu tragen und die Chancen einer digitalen Arbeitswelt für sich zu nutzen.
Über die StudieIm Rahmen der Studie „Werte im Wandel: Recruiting im New Normal“ wurden 313 Arbeitnehmende und 105 HR-Profis in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden befragt. Die Studie wurde in Kooperation mit der Innovationsberatung Facts and Stories und dem Marktforschungsinstitut Innofact AG im August 2021 durchgeführt.

99% Werbung – 1% Eigenwerbung.